Biodiversität

Was ist Biodiversität?
Biodiversität ist die erstaunliche Vielfalt des Lebens auf der Erde und bildet die Grundlage für blühende Ökosysteme und Gemeinschaften. Pflanzen, Tiere, Pilze und sogar Mikroorganismen spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung eines Planeten, der mehr als 7 Milliarden Menschen ernährt.
Egal, wo Sie leben – in einer Stadt, einem Dorf, einer Bauerngemeinde oder fernab der Zivilisation – Sie sind auf die Natur angewiesen. Sie ist die Quelle von Wasser, Nahrung, Brennstoff, Medikamenten, Klimaregulierung und für viele auch die Quelle wirtschaftlicher Aktivität. Wenn die Natur gesund ist, haben auch die Menschen eine viel bessere Chance, gesund zu sein. Und die Artenvielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil der Natur.
Die Herausforderung: Artensterben
Die Artenvielfalt ist enorm bedroht. Laut Living Planet Index sind die weltweiten Populationen von Fischen, Vögeln, Säugetieren, Amphibien und Reptilien zwischen 58 und 1970 um 2012 % zurückgegangen. Von den mehr als 85,000 Arten, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN stehen, sind 28 % vom Aussterben bedroht.
Zu den Bedrohungen für die Artenvielfalt zählen Lebensraumzerstörung, Wilderei und Überfischung, Umweltverschmutzung und die Einführung nichtheimischer Arten. So wird beispielsweise die einst so häufige Giraffe durch Wilderei, Lebensraumverlust und soziale Unruhen dezimiert.
Eine Rote Liste aus dem Jahr 2016 ergab, dass die Populationen in den letzten 40 Jahren um bis zu 30 % zurückgegangen sind, was die Art vom Aussterben bedroht macht. Weltweit wirkt sich dieser Artenschwund auf die Gesundheit der Ökosysteme und die damit verbundene Versorgung mit Nahrungsmitteln, Süßwasser, Rohstoffen und Medikamenten aus und begrenzt das Potenzial für artenbezogene wissenschaftliche Entdeckungen, die den Menschen zugute kommen.
Der Klimawandel verschärft diese negativen Auswirkungen, während naturbasierte Lösungen – vor allem Schutz und Wiederherstellung von Wäldern – 30 % der Emissionsreduktionen ausmachen, die nötig sind, um einen globalen Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu verhindern. Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat sich zum Ziel gesetzt, die Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, um eine Klimakatastrophe abzuwenden.
Die Lösung: Lokal geleiteter Naturschutz
Der Bedarf an Naturschutzmaßnahmen ist enorm und dringend. CEPF hat beschlossen, seine Ressourcen auf den Schutz der Lebensvielfalt in den Biodiversitäts-Hotspots der Welt zu konzentrieren, die zu den biologisch vielfältigsten und zugleich bedrohtesten Gebieten der Erde zählen.
CEPF arbeitet mit den Menschen in den Hotspots an der Entwicklung einer Naturschutzstrategie und vergibt anschließend Zuschüsse an die Zivilgesellschaft – gemeindenahe Gruppen, Nichtregierungsorganisationen, akademische Einrichtungen und den privaten Sektor – für Projekte, die zur Umsetzung unserer Strategie beitragen.
Die Projekte reichen von der Einrichtung eines Schutzgebiets über die Ausrottung invasiver Arten bis hin zur Einrichtung nachhaltiger einkommensschaffender Aktivitäten für Gemeinden, wie etwa Ökotourismus. Im Mittelpunkt steht jedoch die Artenvielfalt. CEPF lädt auch andere, die die Biodiversitäts-Hotspots schützen wollen, ein, unsere Strategien zu nutzen – bekannt als Ökosystemprofile– als Ergänzung zu unseren Bemühungen, die verfügbaren Mittel optimal zu nutzen.
Quellen:
McRae L, Freeman R & Marconi V (2016) „The Living Planet Index“ in: Living Planet Report 2016: Risiko und Widerstandsfähigkeit in einer neuen Ära (Hrsg. Oerlemans N). WWF International, Gland, Schweiz. IUCN. „Neue Vogelarten und Giraffen in Gefahr – Rote Liste der IUCN.“ IUCN, IUCN, 10. März 2017, www.iucn.org/news/secretariat/201612/new-bird-species-and-giraffe-under-threat-%E2%80%93-iucn-red-list.